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Kaum ein Wein steht so sehr für die Toskana wie der Chianti. Der Name bezeichnet zugleich eine Landschaft aus sanften Hügeln und Zypressenalleen und den Rotwein, der auf genau diesen Hügeln wächst. Wer zum ersten Mal vor einem Regal mit Chianti-Flaschen steht, stößt schnell auf Begriffe wie Classico, Riserva oder Gran Selezione, und auf die Frage, was einen guten Chianti eigentlich ausmacht.
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Was ist Chianti Wein?
Chianti ist ein trockener Rotwein aus der gleichnamigen Region zwischen Florenz und Siena, hergestellt vorwiegend aus der Rebsorte Sangiovese. Er zählt zu den bekanntesten italienischen Weinen überhaupt und trägt das DOCG-Siegel, die höchste italienische Qualitätsstufe für Herkunftsweine. Je nach Lage, Winzer und Ausbau reicht das Spektrum von unkomplizierten Alltagsweinen bis zu komplexen, mehrjährig gereiften Abfüllungen.
Chianti und Chianti Classico: der Unterschied
Chianti Classico stammt aus dem historischen Kerngebiet des Anbaugebiets, dem ursprünglichen Chianti zwischen Florenz und Siena, und unterliegt strengeren Anbauvorschriften als der breitere Chianti DOCG. Erkennbar ist er am schwarzen Hahn, dem Gallo Nero, auf dem Flaschenhals, dem Wahrzeichen des Chianti-Classico-Konsortiums. Wer diesen Hahn sieht, hält einen Wein aus dem historischen Herzstück der Region in der Hand.

Die höchste Qualitätsstufe: Gran Selezione
Innerhalb des Chianti Classico gibt es eine eigene Hierarchie. Auf den Chianti Classico Annata, den jüngeren Basiswein, folgt die Riserva mit längerer Reifezeit, an der Spitze steht die Gran Selezione, die höchste Qualitätsstufe, für die ausschließlich Trauben aus eigenen Weinbergen verwendet werden dürfen und die eine besonders lange Reifezeit durchläuft. Sie gilt als Ausdruck des Terroirs eines einzelnen Weinguts oder einer einzelnen Lage.
Wie schmeckt Chianti?
Typisch für den Sangiovese und damit für den Chianti sind Aromen von roten Kirschen und Waldbeeren, eine lebendige Säure und feine, meist gut eingebundene Tannine. Jüngere Chianti trinken sich frisch und fruchtig, gereifte Riserva- und Gran-Selezione-Weine entwickeln zusätzlich Noten von Leder, Gewürzen und getrockneten Kräutern. Chianti ist durchweg trocken ausgebaut, nicht lieblich, das unterscheidet ihn von vielen süßeren Rotweinstilen außerhalb Italiens.
Was kostet ein guter Chianti?
Die Preisspanne ist groß und richtet sich vor allem nach Qualitätsstufe und Weingut: Ein einfacher Chianti DOCG für den Alltag liegt am unteren Ende, ein Chianti Classico Riserva oder eine Gran Selezione aus einem renommierten Weingut deutlich darüber. Wer unsicher ist, fragt am besten direkt beim Winzer oder im guten Weinfachhandel nach einer Empfehlung passend zum Anlass.

Chianti erleben statt nur zu trinken
Am besten lässt sich Chianti dort verstehen, wo er wächst. Auf unserer Toskana-Rundreise übernachten Sie in einer Unterkunft mitten im Chianti und essen abends gemeinsam am Tisch, mit Gemüse aus dem eigenen Bio-Anbau der Gastgeber, während draußen die Hügel im Abendlicht liegen. So wird aus dem Glas im Regal eine Landschaft, die Sie selbst gesehen haben.
Mehr zu den drei Etappen unserer Toskana-Reise, Chianti, Val d'Orcia und Maremma, lesen Sie in unserem Beitrag Wo sollte man in der Toskana Urlaub machen?, einen ersten Überblick über die Region gibt unser Steckbrief: Toskana.
Sie möchten das Chianti mit eigenen Augen sehen, statt nur davon zu lesen? Entdecken Sie unsere Toskana-Rundreise.













