
Alles, was Sie über Ligurien wissen sollten
Bevor es auf eine Rundreise durch Ligurien geht, haben wir hier ein paar Informationen über die Region im Nordwesten Italiens zusammengetragen. Ligurien liegt zwischen den Alpen und dem Mittelmeer, ein schmaler Küstenstreifen, der sich von der französischen Grenze im Westen bis zur Toskana im Osten zieht. Die Region gliedert sich in vier Provinzen:
Genua (Genova) - Savona - Imperia - La Spezia
Über 230 Gemeinden liegen zwischen Küste und Hinterland, von der Hafenstadt Genua bis zu den kleinsten Bergdörfern im Landesinneren. Nirgendwo sonst in Italien liegen Meer und Berge so nah beieinander: Wer morgens am Strand steht, kann am Nachmittag bereits durch Olivenhaine oder Kastanienwälder im Hinterland wandern.

Zwischen schroffen Klippen und Olivenhainen erstreckt sich eine Küste, die auf rund 300 Kilometern kaum eine Ecke gleicht. Zwei Abschnitte tragen eigene Namen: die Riviera di Ponente im Westen mit ihren langen Sandstränden und die Riviera di Levante im Osten mit Felsen und kleinen Badebuchten. Im Osten liegen die fünf Dörfer der Cinque Terre, ein UNESCO-Weltkulturerbe. In der Mitte verbinden sich bei Finale Ligure Strand und Wanderwege, im Westen, in der Provinz Imperia, prägen stille Olivenhaine und kleine Bergdörfer das Bild.
Die Städte Liguriens: von Genua bis Imperia
Genua bildet als Hauptstadt der Region das kulturelle Zentrum, mit einer Altstadt, die selbst zum UNESCO-Welterbe zählt. Wer durch die engen Gassen, die Caruggi, geht, findet Paläste, Kirchen und den Duft frisch gebackener Focaccia an jeder Ecke. Entlang der Via Garibaldi reihen sich Renaissancepaläste, im Hafenviertel trifft die alte Seerepublik auf das moderne Genua.

Östlich von Genua liegt Sestri Levante auf einer schmalen Landzunge zwischen zwei Buchten, der Baia del Silenzio und der Baia delle Favole. Weiter südlich schmiegen sich die fünf Dörfer der Cinque Terre an die Felsen, Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore, jedes mit eigenem Charakter. In der Mitte der Region liegt Finale Ligure, das Strandurlaub mit einem weit verzweigten Netz aus Wander- und Mountainbikewegen verbindet, direkt daneben das mittelalterliche Finalborgo.
Im Westen liegt Imperia, eine Stadt mit zwei historischen Zentren, Oneglia und Porto Maurizio, umgeben von ausgedehnten Olivenhainen, in denen die Taggiasca-Olive gedeiht. Imperia wirkt ruhiger und ursprünglicher als viele andere Küstenorte und ist ein guter Ausgangspunkt, um das ligurische Hinterland zu erkunden. Einen ausführlichen Überblick über alle Provinzen und Orte, von Genua bis Imperia, bietet unser Beitrag Die schönsten Städte & Urlaubsorte in Ligurien.
Das Klima in Ligurien und die beste Zeit für eine Rundreise
„Mild im Winter, in voller Blüte im Frühling, golden im Herbst.“
Das Klima in Ligurien ist mediterran, wird aber durch die Gebirgskette im Hinterland geprägt, die die Küste vor kalten Nordwinden schützt. Im Frühling, zwischen März und Mai, zeigen sich die Hänge grün und voller Wildblumen, mit Temperaturen zwischen 15 und 22 Grad, ideal für Wanderungen und Olivenölverkostungen. Der Sommer, von Juni bis August, bringt türkisblaues Meer und Temperaturen zwischen 25 und 32 Grad, ist aber auch die Hauptsaison mit den meisten Besuchern. Der Herbst, von September bis November, gilt als Geheimtipp: Die Sonne scheint sanfter, das Meer bleibt warm, die Weinlese und die Olivenernte bestimmen das Leben in den Hügeln, bei Temperaturen zwischen 18 und 26 Grad. Im Winter, von Dezember bis Februar, kehrt an der Küste Ruhe ein, bei 10 bis 15 Grad, während es im Hinterland deutlich kühler wird.
Wer authentische Begegnungen und das ursprüngliche Ligurien sucht, findet die beste Reisezeit zwischen Frühling und Herbst. Einen ausführlichen Überblick über Klima, Temperaturen und Saison-Tipps bietet unser Beitrag Beste Reisezeit für Ligurien.
Traditionelle Gerichte Liguriens
Die Küche Liguriens lebt von wenigen, guten Zutaten. Im Zentrum steht das Olivenöl, besonders das aus der Taggiasca-Olive, die in den Hainen rund um Imperia wächst und dort seit Generationen in kleinen Familienbetrieben gepresst wird. Sein milder, fruchtiger Geschmack prägt fast jedes Gericht der Region.

Am bekanntesten ist die Focaccia genovese: außen knusprig, innen weich, mit einer Salzlake aus Olivenöl und Wasser, die den charakteristischen Löchern im Teig ihren Glanz verleiht. In Genua gehört sie morgens zum Frühstück, mit einem Espresso oder einem Glas Milch. Das Originalrezept mit allen Schritten finden Sie in unserem Beitrag Focaccia genovese.

Daneben gehört Farinata zur ligurischen Alltagsküche, ein dünner, herzhafter Fladen aus Kichererbsenmehl, meist aus dem Holzofen. Und natürlich das Pesto Genovese, das in Ligurien nicht aus dem Glas kommt, sondern frisch im Mörser aus Basilikum, Pinienkernen, Parmesan und Olivenöl geschlagen wird. Dazu passt ein Glas Vermentino oder Pigato, die beiden Weißweine, die an der ligurischen Küste angebaut werden. Mehr über das Olivenöl, die Taggiasca-Olive und die Genussregion Ligurien lesen Sie in unserem Beitrag Ligurien – Geheimtipps & warum sich eine Reise lohnt.
Die Küste Liguriens: Strände und stille Buchten
Wer baden möchte, findet an der Riviera di Ponente lange, feinsandige Strände, die flach ins Meer abfallen und die Region besonders familienfreundlich machen, etwa bei Alassio oder Finale Ligure. An der Riviera di Levante wechseln sich dagegen Felsen, Klippen und kleine Badebuchten ab, wer wandert oder versteckte Orte sucht, wird hier eher fündig als am breiten Sandstrand. Zwischen beiden Rivieren liegen zahlreiche öffentliche Strände, die sogenannten spiagge libere, an denen der Zutritt kostenfrei ist.
Alle Küstenabschnitte im Detail, von den Sandstränden der Riviera di Ponente bis zu den wilden Buchten bei Varigotti, stehen in unserem Beitrag Strände in Ligurien.
Geheimtipps abseits der Cinque Terre
Die Cinque Terre kennt fast jeder, der schon einmal an eine Reise nach Ligurien gedacht hat. Doch die Region hat weit mehr zu bieten als die fünf berühmten Dörfer. Im Hinterland der Blumenriviera liegt Apricale, ein Bergdorf mit engen, steilen Gassen und Blick über das Nerviatal. Weiter im Landesinneren liegt Triora, bekannt als historisches Hexendorf, heute vor allem für seine Ruhe und die eindrucksvolle Bergkulisse. An der Küste zwischen Savona und Imperia liegen Noli, eine ehemalige Seerepublik mit gut erhaltener mittelalterlicher Mauer, und Varigotti, bekannt für seine farbenfrohen Häuser und eine kleine, geschützte Bucht.

Wer wirklich abseits der Massen reisen möchte, findet es im Hinterland von Imperia. Zwischen Meer und Olivenhainen liegen kleine Bergdörfer, in denen Familien seit Generationen vom Olivenanbau leben, gelebter Alltag statt inszenierter Kulisse. Weitere Orte abseits des Trubels stellen wir in unserem Beitrag Geheimtipps für Ligurien vor.
Lust, Ligurien auf eigene Faust zu entdecken?
Hier geht es zu unserer Rundreise durch Ligurien, mit drei Etappen zwischen Cinque Terre, Finale Ligure und den Olivenhainen bei Imperia. Wir haben alles bereits organisiert, Sie müssen die Reise nur noch beginnen: Jetzt die Ligurien-Rundreise entdecken.












